Immobilienwirtschaft: Gebaute Welt für Menschen von morgen

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2016: Neue Regeln für Mieter und Immobilieneigentümer

Auch in diesem Jahr gibt es wieder viele neue Regeln und gesetzliche Änderungen im Immobilienbereich. Sie sind jedoch nicht so umfangreich wie in den vergangenen Jahren. Hier erfahren Sie das Wichtigste in Kürze:

Rauchmelder: In Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt müssen ab 2016 auch in älteren ­Gebäuden Rauchwarnmelder vorhanden sein. Für Neubauten gilt diese Pflicht bereits in fast allen Bundesländern, in Sachsen ab dem neuen Jahr. Nur Berlin und Brandenburg haben noch keine Rauchmelderpflicht. In der Regel sind die Eigentümer von Häusern oder Wohnungen bzw. die Vermieter zur Installation der Rauchmelder verpflichtet.

Alte Heizungen: Ab 2016 gibt es ein Effizienz-Label mit Energieeffizienzklassen. In der Pflicht sind Heizungsbauer, Energieberater, Handwerker, Schornsteinfeger oder Installateure; Eigentümer müssen sich nicht weiter darum kümmern. Ab 2017 muss der Bezirksschornsteinfeger das Etikett im Rahmen der Feuerstättenschau auf den Heizkessel kleben. Für Verbraucher entstehen keine Kosten. Im ersten Jahr erhalten Heizungen das Label, die älter als 29 Jahre sind. Nach und nach bekommen alle Kessel ein Etikett, die älter als 15 Jahre sind. Eigentümer sollen auf diese Weise motiviert werden, ihre Heizgeräte an den aktuellen Stand der Technik anzupassen.

Neue Lüftungsanlagen in Wohnungen erhalten ab 1. Januar 2016 ein Energie-effizienz-Label mit den Klassen A+ bis G, ausgenommen sind Abluftgeräte mit weniger als 30 Watt Leistung. Dunstabzugshauben müssen in Zukunft weniger Strom verbrauchen. Neue Geräte weisen dann nur noch die Klassen A+ bis F auf.

Bei Wohnhaus-Neubauten sind 2016 strengere Energiesparvorgaben einzuhalten. Für Heizung und Warmwasser dürfen dann nur noch drei Viertel der Energiemenge benötigt werden, die bislang zulässig ist. Eine weitere Verschärfung betrifft den Wärmeschutz von Wänden und Dächern, der um 20 Prozent besser sein soll als bisher. Für bestehende Häuser gelten die Änderungen bei den Neubauten nicht.

Das Bauvertragsrecht soll reformiert werden und mehr Transparenz und Rechtssicherheit für Käufer und Bauherrn schaffen. Unter anderem soll gesetzlich geregelt werden, welche Bauunterlagen vor Beginn der Verhandlungen vorgelegt werden müssen.

Die steuerliche Förderung des Wohnungsneubaus ist beschlossen: Sie wird gewährt, wenn die Gebäudeherstellungskosten insgesamt nicht mehr als 3.000 Euro pro Quadratmeter betragen und ist auf einen Anteil von 2.000 Euro der ­Gebäudeherstellungskosten pro Quadratmeter Wohnfläche begrenzt.

Förderkredite: Ab 1. April 2016 können Bauherren für energieeffiziente Neubauten doppelt so hohe Förderkredite bei der KfW aufnehmen wie bisher: Statt bei 50.000 Euro liegt die Obergrenze dann bei 100.000 Euro pro Wohneinheit.

Das Zweckentfremdungsverbot für Wohnungen wird in Berlin 2016 verschärft. Damit sollen Leer-stand, Abriss oder Umwandlung in Gewerberäume oder Ferienwohnungen verhindert werden.

Vermieterbescheinigung wird Pflicht: Wer eine Immobilie neu vermietet, muss bereits seit dem 1. November 2015 eine Vermieterbescheinigung ausstellen. Bei Versäumnis droht ein Bußgeld.

Die Mietpreisbremse ist in neun Bundesländern beschlossen. Brandenburg und Thüringen ziehen seit Jahresbeginn nach, in Niedersachsen soll die Mietpreisbremse ebenfalls eingeführt werden.

Kontonummer und Bankleitzahl (BLZ) werden endgültig von der IBAN abgelöst.

Finanzierung: Wer ein Darlehen aufnimmt, soll zukünftig besser vor Pfändungen und Zwangsvollstreckungen geschützt werden. Kann eine Bank nach Abschluss des Kredits nicht nachweisen, dass die finanzielle und wirtschaftliche Lage des Kunden eingehend überprüft wurde, kann der Kunde seinen Kreditvertrag jederzeit kündigen. Die Vorfälligkeitsentschädigung entfällt, und für den Kredit darf bis zum Zeitpunkt der Kündigung nur der übliche Marktzins berechnet werden.

Fernsehen: Wer per Antenne fernsieht, kann sich im neuen Jahr über den verbesserten Standard DVB-T2 freuen. Für den Empfang sind neue Empfangs-geräte erforderlich. Die Zuschauer bekommen bessere Fernsehbilder und mehr Programme. Die flächendeckende Einführung beginnt erst 2017 – bis dahin können die derzeitigen Ausstrahlungen empfangen werden.