Immobilienwirtschaft: Gebaute Welt für Menschen von morgen

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Der Denker von Auguste Rodin entstand 1880 bis 1882. Er steht vor dem Musée Rodin in Paris. (Bildquelle: Daniel Stockman, Wikipedia, 2015)
Ausblick

Metropolis heißt ein monumentaler Stummfilm des deutschen Expressionismus von 1926. Schauplatz ist eine futuristische Großstadt mit einer ausgeprägten Zweiklassengesellschaft. Der Science-Fiction-Film war einer der teuersten Filme der damaligen Zeit und gilt als eines der bedeutendsten Werke der Filmgeschichte. Die Architektur von Metropolis besteht aus Wolkenkratzern. Mindestens 500 Modelle von Wolkenkratzern mit bis zu 70 Stockwerken wurden eigens dafür gebaut. Der Film Metropolis zeigt eine Welt im Aufbruch, steht für die Hoffnung auf den Fortschritt und das Zutrauen zur Technik und Moderne. Doch auch Unsicherheiten und Ängste werden bereits deutlich. Wo bleibt der Mensch in einer durch und durch systematisierten und hypermodernisierten Welt?

Bis heute scheiden sich die Geister an der Moderne, Postmoderne oder Postpostmoderne. Technisierung, Globalisierung, Verwissenschaftlichung, Kapitalisierung sind die Vokabeln für eine Welt, die sich immer schneller zu drehen scheint und immer komplexer wird. Größere Komplexität bedeutet aber für Menschen mit ihren immer noch urzeitlich arbeitenden Gehirnen immer mehr Spezialisierung und damit immer weniger Überblick über das Ganze.

Zum Glück gibt es Spezialisten für die Zukunft, zum Beispiel bei Fraunhofer. Mit dem Projekt Morgenstadt setzt das Institut auf Impulse für eine lebenswerte Stadt der Zukunft. Das Innovationsnetzwerk will Ideen und Systeme für nachhaltige urbane Technologien und Systeme entwickeln.

Die Urbanisierung schreitet voran. Schon heute leben mehr als die Hälfte aller Erdenbürger in Städten. Als verdichtete Orte menschlichen Zusammenlebens sind Städte ökologische und soziale Brennpunkte. Andererseits sind Metropolen aber auch Pioniere, wenn es um die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts geht. Sie sind von den Auswirkungen des Wandels zuerst betroffen. Dabei sind Fragen zur erneuerbaren Energieerzeugung, Energiespeicherung, Elektromobilität, Plusenergiehäusern aber auch zu Informations- und Kommunikationssystemen zu beantworten und Beiträge für die künftige Entwicklung zu leisten. Dazu sind einerseits neue Technologien notwendig, andererseits aber vor allem neue ganzheitliche Denkansätze.

Die rund 90 Jahre alten Visionen des Films Metropolis sind auf eine andere Art Realität geworden, als die Künstler das vorhersehen konnten. Der Blick in die Zukunft hängt von zu vielen Einflussfaktoren ab, als dass er gelingen könnte. Doch Visionen öffnen Blick für das Wesentliche und dafür, wie Menschen ihre Gegenwart wahrnehmen. Deshalb ist die Frage, wie die Welt 2050 aussieht, durchaus berechtigt. Das VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut hat Ende 2014 ein Szenario entworfen und schaut rund 35 Jahre voraus: Weltweit ziehen die Menschen vermehrt in die Städte. 2050 leben zwei von drei bzw. 6,4 Milliarden Menschen auf dem Globus in städtischen Gebieten. Die Weltbevölkerung ist 2050 auf 9,6 Milliarden Menschen gestiegen. Es gibt 41 Megastädten. Die Forscher sind überzeugt – um in diesen Ballungsräumen sowie in den historisch gewachsenen Städten und Regionen weltweit auf nachhaltige Weise eine gute Lebensqualität zu bieten, müssen neue intelligente Konzepte und Lösungen für Gebäude, Ver- und Entsorgung, Mobilität, Dienstleistungen und das Zusammenleben entwickelt werden.

Damit sich die Menschen von der Komplexität der Ereignisse und Veränderungen nicht überrollt fühlen, brauchen Sie verständliche und zuverlässige Informationen. Die Website Immobilien-Fachwissen möchte einen kleinen Beitrag dazu leisten.