Immobilienwirtschaft: Gebaute Welt für Menschen von morgen

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Schweden erlebt überraschend Immobilienpreisrückgang

Deutschland erlebt eine Hochkonjunktur, in dessen Folge auf Grund der besonderen Marktfaktoren die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren weit über das bisher übliche Maß gestiegen sind. Ob und wie lange sich diese Entwicklung noch fortsetzt, ist ungewiss. Wie es sich aber anfühlt, wenn die Immobilienpreise nach einer langen Phase des Aufschwungs sinken, kann man derzeit am Beispiel Schweden beobachten.

Immobilieneigentum bildet in Schweden seit jeher eine wichtige Basis des Vermögensaufbaus. Anders als bei einer Anlage in Aktien bekommt der Immobilieneigentümer aber keinen regelmäßigen Überblick über seinen Vermögenszuwachs. In Schweden ist es daher üblich geworden, dass sich die Eigentümer regelmäßig über das Internet-Immobilienportal Hemnet.se informieren.

Dieses Portal liefert Informationen, die weit über das hinausgehen, was in Deutschland üblich ist. Es listet beispielsweise auf, welche Immobilien an welchem Ort zu welchem Preis verkauft wurden. Für die verschiedenen Wohnviertel werden die durchschnittlichen Quadratmeterpreise angegeben, die es mit zusätzlichen Angaben und der Hilfe eines Preisrechners ermöglichen, den Wert der eigenen Wohnung zu schätzen. Die Schweden sind relativ offen in der Verbreitung allgemeiner Personendaten. Sie scheuen sich nicht anzugeben, wie viel jemand verdient, wie viele Millionäre in der Nachbarschaft wohnen oder wie viel Steuern diese zahlen.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten waren die Berechnungen des Immobilienwertes immer erfreulich. Die schwedischen Wohnungspreise stiegen auf ein ungeahnt hohes Niveau. In Stockholm kostete der Quadratmeter Wohnfläche mit 9.000 Euro 2016 doppelt so viel wie vor zehn Jahren.

Die Stockholmer rechneten sich an Hand der zur Verfügung stehenden Daten reich. Doch damit ist seit diesem Jahr Schluss. Die Immobilienpreise steigen nicht mehr, sind in einigen Vierteln sogar spürbar gesunken und zwar innerhalb von drei Monaten um fünf Prozent. Viele reden auch öffentlich darüber, machen sich Gedanken und haben allen Grund dazu, denn in Schweden ist für den Immobilienkauf nur wenig Eigenkapital erforderlich, die Tilgung kann lange ausgesetzt werden und die Finanzierungssumme kann den Immobilienwert übersteigen. Wer in dieser Phase verkaufen muss, kann viel Geld verlieren.

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