Immobilienwirtschaft: Gebaute Welt für Menschen von morgen

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Jeder Deutsche nutzt 618 Quadratmeter öffentliche Fläche

In Zeiten des Baubooms schauen viele umweltbewusste Bürger besorgt auf den Flächenverbrauch. Dabei hat sich das Bundesministerium für Umwelt und Bau auf die Fahnen geschrieben, den Flächenverbrauch bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag verringern. Derzeit werden noch täglich rund 66 Hektar als Siedlungs- und Verkehrsflächen neu ausgewiesen, dies entspricht ca. 94 Fußballfeldern.

Jeder Einwohner in Deutschland beansprucht rein rechnerisch 618 Quadratmeter Siedlungs- und Verkehrsfläche, teilt das Statistische Bundesamt mit, das sind insgesamt 50.799 Quadratkilometer oder 14 Prozent der gesamten Bodenfläche.

Bei der Siedlungsfläche (32.770 Quadratkilometer) entfällt der größte Anteil mit 42 Prozent auf die Wohnbaufläche, gefolgt von Flächen für Industrie und Gewerbe (18 Prozent). Rund 15 Prozent der Flächen dienen Sport, Freizeit und Erholung. Die Flächen für Verkehr (18.029 Quadratkilometer) umfassen ganz überwiegend Flächen für Straßen und Wege.

Naturgemäß nimmt die Fläche für Siedlung und Verkehr pro Person mit steigender Bevölkerungsdichte ab. Kleine Gemeinden "verbrauchen" mehr Fläche je Einwohner als Großstädte. Während eine Gemeinde unter 2.000 Einwohner im Durchschnitt 1.545 Quadratmeter "verbraucht", sind es bei Städten über 500.000 Einwohner lediglich 219 Quadratmeter. Das ist ein gutes Argument für das Wohnen in der Stadt.

Zu bedenken ist, dass die Siedlungs- und Verkehrsfläche nicht gleichzusetzen mit "versiegelter Fläche", da auch unbebaute und nicht versiegelte Flächen dazu zählen wie zum Beispiel Flächen für Sport, Freizeit und Erholung.

Als Mittel zur Reduzierung des Flächenverbrauchs nennt das Ministerium eine nachhaltige Siedlungsentwicklung nach dem Prinzip "innen vor außen". Statt des Neubaus auf der "grünen Wiese" soll erst die Innenentwicklung geprüft werden. Trotz der vielen ökologischen und städtebaulichen Vorteile und dringender benötigter Wohnungen stößt das Thema Nachverdichtung in den Städten bei den Bürgern nicht überall auf Wohlwollen.

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