Immobilienwirtschaft: Gebaute Welt für Menschen von morgen

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Rückschlag für alternative Finanzierung per Crowdfunding

Seit der Finanzkrise vor knapp zehn Jahren hat sich die Politik bemüht, die Schäden in Grenzen zu halten. Die künstlich niedrig gehaltenen Zinsen überdecken derzeit, dass die Folgen noch nicht ausgestanden sind. Die Europäische Zentralbank hält noch eine Weile an ihrer Niedrigzinspolitik fest, vermuten Spezialisten. Auch die Wohnimmobilienkreditrichtlinie soll dazu beitragen, dass das Finanzierungssystem sicher bleibt. Die in Deutschland übliche Finanzierung von Immobilien hat jahrzehntelang dazu beigetragen, dass der deutsche Immobilienmarkt einer der stabilsten der Welt ist. Finanzgeschäfte unterliegen jedoch den Weltmarktbedingungen – und die haben sich geändert.

Projektplaner und Investoren schauen sich nach alternativen Finanzierungsmethoden um, auch wenn dafür in Deutschland bislang die Strukturen fehlen. Einen Schritt in diese Richtung macht die Crowdinvestmentbranche. Crowdfunding, auch Schwarmfinanzierung genannt, ist eine Methode der Geldbeschaffung für Projekte, Produkte oder Geschäftsideen. Internetplattformen stellen Projekte und Unternehmen vor und nennen die gewünschte Summe, die sie für die Finanzierung eines Projektes oder Vorhabens benötigen. Während einer festgelegten Zeitspanne entscheiden die Anleger, ob sie Geld zusagen. In der Regel verleihen sie ihr Geld gegen Zinsen und akzeptieren, im Insolvenzfall erst nachrangig bedient zu werden. Immobilienangebote zum Bau, Umbau oder zur Sanierung von Gebäuden sind in diesem Jahr mit großem Abstand das führende Segment innerhalb des Crowdfundings.

Bislang fuhren alle Beteiligten gut mit dieser alternativen Finanzierungsform. Nach Auskunft der Stiftung Warentest müssen Anleger bei einem Crowdfunding-Immobilienprojekt nun aber erstmals um ihr Geld fürchten. Über die Internet-Plattform Zinsland.de liehen sich zwei Projektentwicklungsgesellschaften Geld von Anlegern für den Bau der Mikroapartmenthäuser Luvebelle in Berlin-Tempelhof. Wenige Wochen vor dem geplanten Rückzahlungstermin meldeten sie Insolvenz an. Im Falle einer Insolvenz werden zunächst alle anderen Gläubiger bedient, bevor die Schwarminvestoren an der Reihe sind.

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