Immobilienwirtschaft: Gebaute Welt für Menschen von morgen

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Ein Viertel aller Deutschen von angespanntem Immobilienmarkt betroffen

Nach einer Faustregel soll die Wohnkostenbelastung 30 Prozent des zur Verfügung stehenden Haushaltseinkommens nicht übersteigen. Bei rund 5,6 Millionen Haushalten bzw. 8,6 Millionen Menschen ist diese Grenze überschritten. Gut eine Million Haushalte mit rund 1,6 Millionen Menschen müssen in den Großstädten sogar mehr als die Hälfte ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Für 1,3 Millionen Haushalte liegt das Resteinkommen nach Abzug der Miete sogar unterhalb des Hartz-IV-Regelsatzes.

„Die Wohnbedingungen sind damit nicht nur ein Spiegel bestehender Ungleichheit, sondern tragen auch selbst durch die hohe Mietkostenbelastung zu einer wachsenden Ungleichheit bei“, sagt der Stadtsoziologe Dr. Henrik Lebuhn von der Humboldt-Universität zu Berlin.

Unter den 77 deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern bescheinigen die Forscher 54 Städten eine im Trend zunehmende Einwohnerzahl, 31 davon wachsen sogar überdurchschnittlich stark. In diesen 54 Großstädten könne von einem „angespannten Wohnungsmarkt“ ausgegangen werden. Da vor allem die Metropolen stark an Einwohnern gewinnen, sind sogar rund 80 Prozent der deutschen Großstadtbewohner mit angespannten Wohnungsmärkten konfrontiert. Das entspricht rund 20,4 Millionen Menschen oder einem Viertel der Gesamtbevölkerung in Deutschland.

Studien haben bisher lediglich die Tatsachen untersucht. Welche direkten, verschiedenen Ursachen die Wohnungsknappheit hat und wie man sie abstellen kann, ist noch offen. Die sich gegenseitig bedingenden Umstände eines boomenden Marktes schaukeln sich auf. Sie sind im Wesentlichen die Folge eines Wirtschafts- und Finanzsystems, das seit der Subprime-Krise aus dem Gleichgewicht geratenen ist.

Die regierenden Politiker der nächsten Legislaturperiode werden sich neue Ansätze einfallen lassen müssen, wenn sie die Wohnsituation spürbar verbessern wollen. Das Problem wird sich nicht von allein lösen, sondern nach Ansicht von Spezialisten wegen der Bevölkerungsentwicklung und Wanderungsbewegung noch mindestens bis 2030 andauern.